| Klangtherapie | |||||
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Die Verwendung von Klängen für Heilungszwecke wurden ursprünglich meist von Schamanen im Rahmen von Heilungszeremonien eingesetzt. In Zusammenhang mit dem gegenwärtigen Interesse am Wissen der alten Kulturen wurde auch die heilende Wirkung der Klänge wiederentdeckt. Vor allem in den letzten Jahren entstand ein regelrechter Boom auf diesem Gebiet. Experimentiert wird mit ethnischen Instrumenten wie z.B. tibetischen Klangschalen und dem australischen Didgeridoo, mit Naturgeräuschen wie Regenplätschern, Meeresrauschen und dem Tosen von Wasserfällen, mit klassischen Musikinstrumenten westlicher wie östlicher Prägung (z.B. Flöten, Gitarren, Sitars und Tamburas) und mit Synthesizern, die Klänge erzeugen, die in der Natur nicht vorkommen. Das Ergebnis ist eine Flut von Entspannungs -, Motivations - und Heilcassetten für diverse Gesundheitsprobleme, die derzeit den Naturheilkunde - und Esotherikmarkt regelrecht überschwemmen. Das Spektrum der dabei verwendeten Verfahren reicht von langsam gespielter klassischer Musik, die in ihrem Rhythmus auf den Herzschlag abgestimmt ist, sanften modernen Stücken, synthetischen Sphärenklängen, mit Flötenmelodien untermalten Walgesängen, Naturgeräuschen mit exotischen Instrumentenklängen im Hintergrund und mit musikunterlegten Affirmationen bis hin zu mathematisch errechneten Ton - und Klangfolgen zur Stimulierung spezifischer Gehirnwellen. Diese CD's und Cassetten sind in der Regel für die Selbstbehandlung gedacht. |
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| Mit Klängen Heilung unterstützen | |||||
| Bereits im Mutterleib nehmen wir Geräusche über unsere Ohren auf, die nach viereinhalb Monaten schon voll ausgebildet und funktionsfähig sind. Wir lernen die Stimme unserer Mutter von anderen Geräuschen zu unterscheiden, ahnen aus ihrem Tonfall, wie sie sich gerade fühlt, und prägen uns die Stimme unseres Vaters ein, mit dem sie häufig spricht. Und wir entnehmen dem, was hier hören, ob es für uns angenehm oder unangenehm, aufregend oder langweilig, harmlos oder gar gefährlich ist. Geräusche prägen auch später noch unser Leben. Unseren Vorfahren sicherten sie sogar das Überleben, indem sie vor Gefahren ( z.B. wilden Tieren ) warnten. Für eine Reihe von Naturvölkern trifft das heute noch zu. Aus diesem Grund lassen sich unsere Ohren - im Gegensatz zu den Augen - nicht einfach verschließen. Wir hören selbst im Schlaf noch, nur entscheidet hier unser Gehirn, welche Geräusche Gefahr signalisieren und eine Reaktion erfordern, und welche harmlos sind und daher besser nicht in unser Bewußtsein dringen sollten, um unsere Nachtruhe nicht zu beeinträchtigen. Bei vielen funktioniert dieses selektive Hören heute nicht mehr. Sie leiden unter einem sehr seichten Schlaf und werden bei jedem Geräusch wach oder können gar nur dann einschlafen, wenn es um sie herum totenstill ist. Wir kommunizieren mit unserer Umgebung hauptsächlich über Klänge in Form von Sprache und Musik. Das Miteinander - Reden dient nicht nur der reinen Verständigung; es vermittelt auch Gemeinschaft, Zusammengehörigkeit, Zuneigung und emotionale Zuwendung und ermöglicht einen verbalen Austausch von Gefühlen. Wesentlich unmittelbarer lassen sich Emotionen durch Musik zum Ausdruck bringen. Diese kann die logischen und analytischen Filter des Verstandes umgehen und einen direkten Zugang zu tiefliegenden Gefühlen und Leidenschaften herstellen. Auf diese Weise ruft sie vielfach die Erinnerung an zurückliegende, angenehme Ereignisse ins Gedächtnis zurück oder spricht unausgelebte Bedürfnisse der Gegenwart an. Wir schwelgen dann in Erinnerungen oder geraten ins Träumen. Rhythmische Musik regt uns an und reißt uns mitunter geradezu mit, während langsame, sanfte Klänge eher beruhigend und entspannend auf uns wirken. Manche Stücke lassen uns melancholisch werden, andere wiederum machen uns fröhlich und holen uns aus einer trüben Stimmung wieder heraus. Sakrale Musik mit Orgelklängen und Chören löst in der Regel eine feierliche Stimmung aus, während monotone, sich stets wiederholende Gesangsfolgen (z.B. gregorianische Gesänge und indischer Kirtan) regelrecht in Trance versetzen können. Daraus ergibt sich, daß Klänge in der Lage sind, unser Bewußtsein zu verändern, ja sogar zu manipulieren. Diese Tatsache läßt sich auch therapeutisch nutzen. Einige Behandler wählen z.B. gezielt Musikstücke für ihre Patienten aus, die sie für deren momentane Symptomatik als geeignet erachten. Leider hat auch die Industrie diese Möglichkeiten erkannt und versucht so in Kaufhäusern und Supermärkten die Konsumlust und das Kaufverhalten der Kunden zu beeinflussen. Eine andere Methode, die nur beim Anhören über einen Kopfhörer funktioniert, sind gezielte Tonhöhenunterschiede zwischen der linken und rechten Seite. Durch diese sog. Binaural Beats wird das Gehirn dazu stimuliert, die Differenzfrequenz zu erzeugen, wobei in diesem Fall beide Hemisphären mit derselben Frequenz schwingen (Hemisphären-Synchronisation). Damit läßt sich nicht nur eine verbesserte Koordination von linker und rechter Hemisphäre (d.h. von Gefühl und Verstand) bewirken, sondern auch jede beliebige Gehirnwelle erzeugen. Wünscht man z.B. eine Gehirnfrequenz von 10 Hz, so gibt man auf das eine Ohr 200 Hz, auf das andere 210 Hz. Auf diese Weise lassen sich nicht nur nach Gutdünken, Alpha und Theta-Zustände ( Schläfrigkeit und tiefe Ruhe) erzeugen, sondern auch sog. veränderte Bewußtseinszustände. Siehe auch Mitgliederinfo BARMER Ersatzkasse, Natur Pur, Krämer, Roth, Rüggeberg, Echo Verlags GmbH, Köln, 1999 Literaturhinweis: |
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