
Zum Beispiel wie diese Informationen zur Minze!

MINZE
Mentha spec.
Es gibt im Handel sehr viele verschiedene Arten.
In meinem Garten habe ich eine, die etwas rötliche Blätter hat (Bild: Mentha rubrum(Handelsname)), sehr robust ist und ausgesprochen stark nach Minze duftet.
Nach einer genetischen Untersuchung durch das Max-Plank-Institut für Züchtungsforschung, Köln, handelt es sich um eine Kreuzung aus drei Arten (mentha x aquatica x piperata)
So findet man im Handel heute auch Kreutzungen wie "Apfelminze", "Basilikumminze", "Zitronenminze" oder gar "Ananasminze".
(Ähren-*, Pfeffer- und Apfelminze würzen Saucen, Essig, Gemüse, Nachspeisen und Getränke oder können sogar kandiert werden.
Gesundheitsfaktor:
In der ganzen islamisch- arabischen Welt ist Pfefferminze *das* Volksgetränk schlechthin. Die kühlenden, erfrischenden Ähren- und Pfefferminzöle betäuben leichte Schmerzen und werden als Aromastoff für Kaugummis, Bonbons, Getränke, Zigaretten, Zahnpasta und Arzneien verwendet. Minze wirkt anregend und hilft bei schlechter Verdauung und Blähungen. Die Pfefferminze bekämpft Sepsis, Parasiten und Viren, wirkt schweißtreibend und lindert Kopfschmerzen.
Man verwendet sie u. a. in Salben und Mitteln gegen Erkältung. Das Einatmen der ätherischen
Öle hilft bei Schock und Übelkeit und steigert die Konzentration.
*Ährenminze ---> Spearmint
Anzumerken wäre noch, das die frisch gepflückte Minze aus dem Garten oder Balkonkasten etwas völlig anderes ist, als der trockene "Teebeutel" aus dem Supermarkt.
Wer Minze *wirklich* mag, der pflanzt sie selbst an;-)
Hinweis zu fertigen Heilpflanzenpräparaten
Zerdrückt riechen die pelzigen ovalen Blätter und behaarten Triebe nach Gurke.
Er gedeiht ausgepflanzt äußerst gut, ist eine hervorragende Bienenweide und sollte in keinem Garten fehlen. Schade, das er nur einjährig wächst. Ich selbst möchte diese auch optisch schöne Pflanze nicht mehr missen;-)
Da sie tief wurzelt, ist sie zwar für größere Kübel ganz gut, aber für Balkonkästen und kleine Töpfe weniger geeignet. Sie ist wie die Gurke ein "Vielzehrer" und braucht viele Nährstoffe.
Auf einen Komposthaufen gepflanzt wächst sie in kurzer Zeit zu stattlicher Größe heran.
Die Blüten verzieren Salat, Eiscremes und Kuchen, die Blätter (sparsam verwenden!) würzen Speisen, Salate und Getränke.
Gesundheitsfaktor:
Einen stärkenden Tee aus Blättern und Blüten trinkt man bei Streß, Depressionen oder nach einer Kortisonbehandlung.
Borretsch lindert Fieber, trockenen Husten und Hautausschlag. Samenöl hilft u. a. bei Menstruationsproblemen, nervösen Darmbeschwerden, Bluthochdruck und "Kater".
Dieses allgemein nur als nette grüne Dekoration und sonst höchsten noch als Vitamin-C-Spender geschätzte Kraut ist ein wahrer "Tausendsassa"!
Die Blätter und Stengel verfeinern nicht nur Salate und pikante Gerichte, sondern erfrischen sogar den Atem und mindern den Geruch von Zwiebeln und Knoblauch. Petersilienwurzel nimmt man für Suppen und Eintöpfe.
Die alten Griechen und die Römer sprachen ihr allerlei magische Kräfte zu. Die Römer trugen sogar oft ein Büschel PetersiIie als Schutzfetisch unter ihrer Toga und die Gladiatoren assen sie in Mengen, um besonders stark zu werden.
Die Germanen hielten Petersilie auch für ein "Zauberkraut".
Gesundheitsfaktor:
Ein Aufguß der Blätter kräftigt Haut und Haare, als Breipackung helfen sie bei Verstauchung und Schnittwunden. Blätter, Wurzel und Früchte regen die Verdauung an, lindern Allergien und erhöhen den Muskeltonus in der Gebärmutter und können so nach der Geburt bei der Rückbildung des Uterus helfen. Zerquetschte Petersilie läßt, äußerlich angewendet, die Brüste während der Stillzeit abschwellen und beugt Abszessen vor. Während der Schwangerschaft sollte man aber größere Mengen nicht essen.
Früher wurde Petersilienwurzel auch als Mittel gegen Gelbsucht, Malaria und Wassersucht angewendet. Die Malaria war gerade in den Reisanbaugebieten Norditaliens, aber auch hierzulande bis in die 30er Jahre noch weit verbreitet. In Italien kommt sie teilweise heute noch vor.
Die Petersilie enthält reichlich die Vitamine A, B1, B2, C und E und auch Eisen, Kalzium, Kalium, Phosphor, Mangan, Schwefel, Kupfer und Silizium.
Die ätherischen Öle der Petersilie, besonders das Apiol, haben eine antiseptische Wirkung und helfen bei Infektionen und Fieber.
Rohe Petersilie ist bei Eisenmangel und Blutarmut sehr nützlich. Sie regt außerdem den Appetit und die Magentätigkeit an, fördert Stoffwechsel und Verdauung. Sie beruhigt den Darmtrakt bei Völlegefühl, Koliken und Übelkeit.
Sie wirkt harntreibend und beschleunigt die Ausscheidung von Giftstoffen und hilft bei Arthritis.
Bei Insektenstichen beseitigt sie die Reizung und ist eine gute antiseptische Auflage für Schnittverletzungen und kleinere Wunden, z.B. auch zusammen mit Zwiebeln. Petersiliensaft wirkt örtlich bei Zahnschmerzen. Zur Bekämpfung von Kopfläusen wurde sie früher auch eingesetzt.
Tip:
In das Rosenbeet gepflanzte Petersilie wirkt kräftigend auf die Rosen und läßt deren Duft intensiver werden.
Petersilie ist 2jährig. Frei ausgesät wird sie oft erst im zweiten Jahr richtig kräftig.
Im dritten Jahr sollte man zum Pflanzen eine andere Stelle nehmen. Petersilie keimt nicht mehrfach auf dem selben Boden. Das ist auch gerade wichtig, wenn man sie im Kasten oder Topf zieht.
Wenn man die Blätter und Stengel immer nur von außen aberntet, kommen aus der Pflanzenmitte immer neue Blätter nach und man hat lange immer wieder frische Petersilie. Die Glattblättrige schmeckt intensiver als die Krause und hat auch mehr Vitamine.
Also wer sich mit dem Thema Phytotherapie - heilen mit Pflanzen
beschäftigt und sich mit Informationen beteiligen möchte,
der sollte uns dies per E-Mail mit Thema und einem Beispiel melden.
Je ungewöhnlicher und neuer diese Infos sind, um so besser!
Aber sie sollten nachweisbar sein und "Hand und Fuß" haben!
Wasser- oder Uferpflanze.
Blätter leicht scharf schmeckend. Kann man gut an Teichen pflanzen oder in Töpfen ziehen, die in einem Untersetzter stets Wasser haben.
Die "echte" Brunnenkresse hat größere Blätter, als ihre kleinere Artverwandte.
In freier Natur ist sie leider nicht mehr so häufig anzutreffen, da sie empfindlich auf Wasserverschmutzung reagiert.
Sie ist eine hervorragende Zutat für Salate und Suppen.
Gesundheitsfaktor:
Durch ihren hohen Vitamin C Gehalt ein gutes Mittel zur Stärkung und Skorbutvorbeugung. Brunnenkresse entschlackt das Blut, wirkt harntreibend, löst Schleim und reinigt die Haut.
Sie ist ein altes Volksmittel gegen Tuberkulose.
Kleiner Tip:
Mit dem Pflanzensaft kann man Nikotinflecke aus der Kleidung herausbekommen.
Die Blätter werden als Tee aufgegossen; schwarzer und grüner Tee sind unterschiedlich vorbehandelt.
Die ätherischen Öle bestimmen im Wesentlichen Aroma und Geschmack, die Gerbstoffe geben "Bis" und Farbe.
Gesundheitsfaktor:
Nicht nur als heilsames Erkältungsgetränk ist Tee zu verwenden.
Tanninreicher indischer Tee wirkt adstringierend; chinesischer Tee ist aufgrund des höheren Koffeingehalts anregender, entschlackender und reguliert den Stoffwechsel.
Oolong-Tee kann den Cholesterinspiegel senken. Erkaltete Teebeutel (aus schwarzem Tee) lindern leichten Sonnenbrand, wenn man sie auf die gereizten Stellen auflegt.
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In letzter Zeit macht gerade schwarzer Tee aber noch auf andere Weise von sich reden! Man behandelt bei Kindern Neurodermitis mit Bädern aus abgekühltem schwarzen Tee. Auch bei Schuppenflechte und anderen Hauterkrankungen wie z.B. endogenem Ekzem helfen solche Bäder. Machen Sie diese mehrmals täglich und regelmäßig, z.B. auch mit Teeumschlägen.
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Mais
(Zea mays)
Dieses südamerikanische zum Süßgras gehörende Gewächs ist seit seiner Einführung durch die spanischen Seefahrer auch bei uns als Nahrungsmittel bekannt. Bei den Mayas diente es als Hauptnahrungsmittel, den Nordamerikanern als schmackhafte Beilage zu Hähnchen oder Truthahn, die Italiener lieben ihn als leckere Polenta (gekochter Maisgrieß), in Deutschland verwendet man Mais jedoch merkwürdiger Weise immer noch vorwiegend als Viehfutter. Erst ganz allmählich findet er sich auch häufiger auf dem Speisezettel.
Noch weniger allgemein Bekannt ist wohl seine Wirkung als Heilpflanze.
Gesundheitsfaktor:
Man sammelt hierzu im Juli/August die Griffel, die man trocknet und so in Schraubgläsern aufbewahrt.
Das sind diese Teile, die man beim gekauften Mais unter den grünen Deckblättern eingerollt als "Fäden" findet und in der Regel achtlos wegwirft.
Beim reifenden/blühenden Mais sind es die männlichen Teile des Blütenstandes, der auf den Blütenstaub wartet.
Darin enthalten sind als Wirkstoffe Fettsäuren, Phytosterin (Sistosterin und Stigmasterin), Zucker, Betain, Allantoin.
Anwendung:
äußerlich werden die Maisgriffel wegen ihrer entzündungshemmenden und Narbenbildenden Wirkung (durch den hohen Allantoingehalt) verwendet. Polenta kann man in Form von Breiumschlägen auflegen.
Innerlich verwendet man die Maisgriffel als Infus oder Tinktur.
Infus: 2g auf 100 ml Wasser. Zwei bis drei kleine Tassen am Tag.
Tinktur: 20g auf 100 ml 20%igen Alkohol fünf Tage lang ansetzen. Davon 2-3 Teelöffel täglich einnehmen.
Die Wirkung:
Harntreibend, reinigend, blutdrucksenkend.
Durch die Harntreibende Wirkung hilft er bei Schwellungen der Beine (Wasser), Herzinsuffiziens, Ballenentzündung, Harnblasen- und Nierenbeckenentzündung.
Wer ein bißchen Gartenfläche erübrigen kann, sollte ruhig Mais anbauen. Er wächst auch bei und sehr gut! Sogar (wenn auch etwas kleiner) in einem entsprechend Tiefen Kübel. Braucht zum reifen aber viel Sonne (Südlage).

Thymian macht fette Speisen leichter verdaulich und wird im "Bouquet garni" sowie in manchen Kräuterlikören verwendet. Seine Aroma bleibt trotz langer Kochzeiten in Eintöpfen und Suppen erhalten, sollte aber gerade deshalb etwas sparsamer verwendet werden. Der Zitronenthymian (Thymus x citriodorus) schmeckt hervorragend zu Huhn oder frischen Obstspeisen. Aus Blättern und Blüten destilliert man das beliebte Thymianöl (lnhaltsstoff Thymol), das als Einreibemittel bei Erkältung, Muskelschmerzen und Atembeschwerden und als Zusatz für Seifen, Hautlotionen Zahnpasta und Mundwasser benutzt wird.
Der Name kommt vom griechischen thyein die alten Griechen vewandten ihn als Räucherwerk und zur Abwehr von Insekten.
(Ägypter und Etrusker verwendeten ihn zur Einbalsamierung ihrer Toten. Römische Ruhepolster waren mit Thymian ausgestattet: sein Duft sollte die Schwermut vertreiben. Bei uns wurde er aber erst im 11. Jahrhundert bekannt! In dieser Zeit galt er als »Frauenkraut«. Er sollte das sexuelle Empfinden stimulieren und die Empfängnisbereitschaft stärken.
Gesundheitsfaktor:
Traditionell gilt er als Hausmittel gegen Schwindel und Migräne. Heute ist Thymian in sehr vielen fertigen Hustenmitteln enthalten.
Thymian, vor allem, wenn er frisch aus dem Garten kommt, ist ein kräftiges Antiseptikum und stärkt die Immunkräfte gegen Bakterien-, Viren- und Pilze.
Thymian kann den Kreislauf anregen und winterliche Erkältungen vertreiben. Er hilft bei nervösem Husten ebenso wie bei lnfektionen der Bronchien und tut vor allem Kindern bei Lungen- und Brustfellentzündung gut. Er wirkt schleimlösend und wirkt auch bei Asthma und Keuchhusten.
Den Magen-/Darmtrakt befreit Thymian von Blähungen, Koliken, Krämpfen und die adstringierenden Tannine schützen vor Darmstörungen und leichtem Durchfall, die antiseptischen Öle bei Ruhr und Magen-Darm-Katarrh.
Thymian ist besonders hilfreich bei Pilzinfektionen und der Wiederherstellung der Darmflora nach einer Antibiotikabehandlung.
Als Duftöl hilft er bei Erschöpfungszuständen, Angstzuständen, Schlaflosigkeit und Depressionen. Als Diuretikum wirkt Thymian bei Harninfektionen, Rheuma und Gicht.
Seine antioxidative Wirkung ist wissenschaftlich belegt.
Tip:
Der echte Thymian stammt aus den warmen Mittelmeergebieten und ist bei uns nur bedingt winterhart.
Der Feldthymian (Thymus serpyllum) ist zwar nicht ganz so aromatisch, kann aber wie der echte verwendet werden und ist bei uns extrem frosthart.

links: Feldthymian, kurz und kompakt
rechts: franz. Thymian, kleinere spitzere Blätter, längere Stiele
In vielen Gartencentern werden kräftige, vorgezogene Pflanzen angeboten. Diese werden kräftiger als selbstausgesähte und wenn sie ihn in größere Töpfe oder Kübel pflanzen können sie ihn bei hellem kühlen Stand auch recht gut über den Winter bringen. Ausgepflanzt an Windegützten Stellen ist er auch bedingt Winterhart. Er darf dann aber nicht zuviel gegossen werden, aber auch nicht völlig austrocknen, da er als "Immergrüner" auch bei Frost aus den Blättern Wasser verdunstet. Ernten Sie ihn im Herbst ruhig bis auf 1/3 ab. Die getrockneten Blätter sind ein guter Wintervorrat und der Rückschnitt regt den Neuaustrieb im Frühjahr an. Dann sollte er auch wieder möglichst sonnig draußen seinen Platz bekommen. Thymian liebt wie alle Gewächse der Mittelmeer-Mancha kalkigen Boden. Zu sauren Boden quittiert er damit, das er eingeht.
Diese aus Indien stammende Frucht ist auch bei uns oft erhältlich, seit die südländische Küche sich bei uns immer größerer Beliebtheit erfreut. Kaum ein Rezeptbuch, das nicht ein leckeres Gemüserezept mit Auberginen aufweist.
Die ausgereiften Früchte werden im Sommer geerntet.
Zum Essen verwendet man das Fruchtfleisch - die Schale wirft man fort.
Und genau die hat eine nicht zu unterschätzende Heilwirkung! Berichte hierüber kennt man schon aus den Überlieferungen der Ärzte und Heilkundigen des osmanischen Reiches.
Sie wird frisch verwendet, kann aber auch getrocknet in Papiertüten oder Stoffbeuteln aufbewahrt werden.
Die Wirkstoffe sind Trigonellin, Chlorogen- und Kaffeesäure, Aminosäuren, die Vitamine A, B und C.
Ihre Wirkung ist galletreibend, reinigend, harntreibend, cholesterinsenkend und entzündungshemmend. Es wurde auch eine choleretische Wirkung nachgewiesen, wobei vor allem die Funktion der Leber normalisiert wird.
Wegen ihrer breiten reinigenden Wirkung sollte sie vor allem in der Aufbauphase nach langen Krankheiten oder langer Einnahme von Antibiotika eingesetzt werden.
z.B. innerlich als Dekokt: 5g auf 100 ml Wasser. Zwei - drei kleine Tassen am Tag.
oder als Tinktur: 20g auf 100 ml 20%igen Alkohol 10 Tage lang ansetzen. Zwei - drei Eßlöffel täglich.
(Äußerlich wird bei Hämorrhoiden, Hautrötungen oder leichten Verbrennungen (Sonnenbrand) das frische Fruchtfleisch aufgelegt.
Eine Gesichtsmaske aus dem frischen Fruchtfleisch macht die Haut frisch und weich.
Viel sagt der Volksname, den man dieser Pflanze gegeben hat: Maggikraut!
Die Blätter sind ein klassisches Suppengewürz. Man sollte ihn jedoch wegen des Durchdringenden Geschmacks nur sparsam verwenden. Die rohe Wurzel wird in Salate geschnitten, eingelegt oder als Trockengewürz verwendet. Die aromatischen Samen streut man auf Brot und Reis.
Gesundheitsfaktor:
Ein Absud aus Samen, Blättern oder Wurzeln fördert die Entwässerung des Körpers und eignet sich daher als ideales Mittel beim Heilfasten und bei Entschlackungskuren.
Die Wurzeln wirken als Mittel gegen Bronchitis, Mandelentzündung, Blasenleiden und Menstruations beschwerden.
Vorsicht: Während der Schwangerschaft und bei Nierenproblemen sollte man ihn meiden!
Anbauen kann man LIEBSTÖCKEL leicht, am besten im Garten. Da er sehr tief wurzelt, ist er für Balkon und Topf weniger geeignet. Frei ausgepflanzt wird er schnell über mannshoch (2 m) und kann in einigen Jahren als Horstbilder schon fast zur "Plage" werden;-)
Man kann die Pflanze im Herbst abernten und für den Winter einfrieren.
ROSMARIN
(rosmarinus offizinalis)

Dieses beliebte Küchengewürz wird oft in Gartencentern angeboten. Es gibt diverse Sorten wie den aufrecht wachsenden, einen "kriechenden" und sogar einen "hängenden", den man gut in hochstehenden Kübeln halten kann. Aus der mediterranen Küche ist er nicht wegzudenken. Die Öle aus den nadelförmigen Blätter werden in der Kosmetik für z.B. Kölnisch Wasser oder Antischuppenscampoos verwendet.Das Öl, das man aus den blauen oder weißen Blütenständen destillieren kann, wirkt belebent und kann Bakterien und Pilze töten.
Rosmarin wirkt Kreislaufanregend und fördert die Durchblutung.
Man kann sich die positiven Wirkungen des Rosmarin auch auf eine recht schmackhafte Weise zugute kommen lassen:
Feta a la casa:
6-8 frische Rosmarinzweige gut waschen und trockenschwenken
einen Laib Schafskäse (400g) in 1 cm Würfel schneiden
4 Lorbeerblätter getrocknete oder frische (knicken)
2 Teel. Wacholderbeeren
einige Thymianzweige
8 Knoblauchzehen schälen und längs halbieren
schwarze und weiße Pfefferkörner
ca. 8 kleine Chillischoten getrocknete sind gut (rote)
Olivenöl extra virgine
Den Schafskäse mit den jeweiligen Würzzutaten und Kräutern
in Schraubgläser schichten, mit dem Olivenöl auffüllen und
gut verschlossen ca. 14 Tage (mind. 1 Woche) dunkel und kühl
durchziehen lassen.
Dieses Grundrezept kann man variieren indem man noch kleine Zwiebeln,
Paprika oder Pilze zugibt. Den Knoblauch kann man auch weglassen.
In hübsch dekorierte Gläser verpackt ist das ein schönes Geschenk für
Bekannte und Verwandte.
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Ein delikater Brotaufstrich oder zu Steaks oder Koteletts:
Rosmarinbutter
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Butter im Wasserbad oder bei geringer Energie (130W) in der Mikrowelle flüssig werden lassen.
Ein gutes Bund Rosmarin (möglichst so viel wie Butter) sehr fein hacken (fein wiegen) und/oder anschließend mit wenig Salz in einem Mörser zu einer sämigen Paste verreiben. Diese Masse unter die geschmolzene Butter geben und noch ca 15 Minuten so warm halten, das die Butter flüssig bleibt. Die Butter darf dabei weder aufkochen noch braun werden (nicht über 70 Grad Celsius). Danach die Masse in eine Schale oder sonstige Form geben und im Kühlschrank wieder fest werden lassen.
Diese "Kräuterbutter" schmeckt zu Brot, aber auch auf Fleisch. Das Rezept geht auch mit anderen "harten" Kräutern wie Thymian.
Die so zubereitete Butter sollte in den nächsten Tagen verbraucht werden.
Bei "weichen" Kräutern wie Zitronenmelisse, Petersilie oder Dill (zu Fisch) sollte man die Butter nur mit einer Gabel weich kneten und dann die feingehackten oder zerriebenen Kräuter untermischen. So kann man auch eine schmackhafte Knoblauchbutter machen, was uns zum nächsten Rezept bringt:
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Rosie-Toast!
Die Butter wie oben beschrieben weich kneten. Feingehackten Rosmarin und Knoblauch in ausreichender Menge unterkneten. Die Masse dick auf in ca. 8 cm dicke schräg geschnittene Baguettescheiben streichen und mit der "Butterseite" nach oben im Elektrogrill cross bräunen. Zu einer Frischgemüseplatte oder als Beilage zu Gegrilltem reichen.
Oder so wie sie sind noch leicht mit Käse überbacken. Oder Käse
auf dem noch heißen Brot schmelzen lassen.
Letzteres kann man auch mit Schnittlauchröllchen oder in kleine Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln überstreuen.
Viel Spaß beim Nachmachen
Diro
Die Früchte des "Erdbeerbaums" gibt es sei geraumer Zeit saisonal auch bei uns frisch im Handel. Ganzjährig jedoch leider nur in Dosen. Der strauchartige Baum ist ein hochwüchsiges Heidegewächs (Ericaceae) und kommt in Nordamerika, Europa und China vor. Er verträgt kalkhaltige Böden.
Ab und zu bekommt man kleine Exemplare auch in Gartencentern angeboten. Seine Kultur ist recht einfach und darum zu empfehlen. Seine dunkelgrünen, ledrigen Blätter ähneln denen des Lorbeers und er ist wie dieser immergrünen und hat daher auch einen hohen Zierwert.
Die roten runden Früchte sind mit einer genoppten Schale umhüllt, die ihnen ein erdbeerähnliches Aussehen verleiht.
Darin befindet sich eine rosa-weißliche Frucht, die durch ihren hohen Zuckergehalt (20 Prozent) in China oft süß eingelegt und als Nachspeise verwendet wird. Aber auch Wein und Likör wird aus ihnen hergestellt.
Gesundheitsfaktor:
Die Blätter beinhalten die Stoffe Polyphenol (Arbutosid) und diverse Harze, wirken adstringierend, diurethisch und antiseptisch.
Durch den hohen Tanningehalt helfen sie auch bei Durchfall.
Durch das Arbutosid, ein Polyvenylderivat, schreiben manche Autoren der Pflanze eine harntreibende und desinfizierende Wirkung auf den ganzen Urogenitalbereich zu.
Man bereitet einen Infus aus den Blättern mit 2g auf 100 ml Wasser. Man trinkt 2 bis 3 kleine Tassen am Tag.
Ein Inhaltsstoff der Rinde wird in Asien pharmakologisch gegen Durchfall verwendet. Die Pflanze hilft dort angeblich auch bei Arterienverkalkung und lindert die Folgen von Leberbeschwerden.
Die Blüten wirken schweißtreibend und Fiebersenkend und werden in Asien so bei Erkältungen eingesetzt.
früher wurden die Blätter, die Früchte und die Rinde zur Gerbung von Leder benutzt.
Die Blüten wirken schweißtreibend und Fiebersenkend und werden in Asien so bei Erkältungen eingesetzt.
früher wurden die Blätter, die Früchte und die Rinde zur Gerbung von Leder benutzt.
Die goldgelben, bizarr aussehenden Früchte des 'Sternfruchtbaumes' der Subtropen werden oft in guten Obstgeschäften, aber auch schon in Supermärkten angeboten. Sie haben ein würziges, quittenähnliches Aroma und wirken erfrischend und Durstlöschend.
Quer durchgeschnitten sehen die Scheiben wie ein fünfzackiger Stern aus (daher der Name) und werden gerne zur Verzierung von Fruchtsäften oder Cocktails genommen.
Man kann sie roh - in Asien salzt man sie auch - oder als Beigabe zu Salaten verzehren.
Als Verwandte der Gurke mit ähnlichem Geschmack kann man sie aber auch z.B. als Gemüse zu Sauerbraten kurz mitgaren.
Konfitüren, Getränken und Konfekt geben sie eine exotische Würze.
Gesundheitsfaktor:
In Thailand werden die Früchte gegen Diabetes verabreicht.
In ganz Indonesien benutzt man sie zur Linderung von Erregungszuständen gegen Zahnfleischentzündungen und Akne.
Man kann z.B. eine Karambola-Maske machen, um die Gesichtshaut zu pflegen. Aber zu diesem Zweck ist eine Gesichtsmaske aus unseren heimischen Gurken sicher auch ausreichend.
Nur, wenn der/die Partner/Partnerin einen mit der Maske entdeckt, sieht die mit der Sternfrucht sicher auf- und anregender aus.
Vermutlich aus der Karibik stammend ist die Ananaspflanze heute über ganz Südamerika verbreitet. Sie gehört zur Gattung der Bromeliengewächse.
Das Frische Fruchtfleisch enthält neben Kohlehydraten auch viele Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor, Eisen und Kalium. Ebenso die Vitamine Karotin, Thiamin, Riboflavin, Niacin und Vitamin C.
Außerdem Fruchtsäuren, Vanillin, ätherische Öle und das wertvolle Verdauungsferment Bromelin. (=Bromelain).
Das Bromelin wirkt ähnlich wie das Papain aus den Papayas eiweißzersetzend und somit verdauungsfördernd.
Die Blätter enthalten Steroide mit östrogener Wirkung. Die unreife Frucht wirkt stark schweißtreibend, diurethisch und abführend. Sie fördert die Menstruation und tötet Darmwürmer.
! ! Aber die Blätter, Stengel und unreifen Früchte sind mit Vorsicht zu verwenden. Die Indianer benutzen sie in hohen Dosierungen als Mittel zur Abtreibung ! !
Während der Schwangerschaft sollte man auf den Verzehr von Ananas in jeder Form verzichten!
Sonst wirken die frischen Früchte sehr gut bei indifferenten Winterleiden. Ein Glas Ananassaft wirkt sehr anregend bei Verdauungsträgheit.
Die Blätter können ausgepreßt werden, der so gewonnene Saft mit Honig gesüßt lindert Hustenbeschwerden.
Ananaspflanzen, die man in Blumenhandlungen bekommt, sollte man auf keinen Fall verwenden. Es sind oft nur Unterarten, deren Inhaltsstoffe möglicherweise auch zu Vergiftungen führen können!
Dosenfrüchte sind ungeeignet, da sie die meisten wirksamen Inhaltsstoffe bereits eingebüßt haben.
Das Enzym Bromelin ist auch in einigen Fertigpräparaten enthalten, die man in Apotheken kaufen kann, meist zur Verdauungsförderung.
Diese tropische/subtropische Frucht ist ja bei uns schon sehr bekannt, nicht nur in der Küche. Auch die Anwendung in der Kosmetik braucht sicher nicht mehr besonders erwähnt zu werden.
Der Name der Frucht stammt von dem aztekischen Wort 'auacatl' und wurde archäologischen Funden nach bereits 7800 v.Chr. in Oaxaca angebaut und von den Azteken genutzt. Sie benutzten das Fruchtmark gegen Haarschuppen und Ohrenvereiterung.
Gesundheitsfaktor:
Die Indianer binden Avocadoblätter Fieberkranken unter die Füße. Bei Husten kochen sie die Blätter mit Zucker auf und trinken den Sud.
In einem alten Mayatext wird als Mittel gegen Diarrhöe beschrieben, wie ein Avocadokern geröstet, geraspelt und in Atole (aufgekochtes Maisgetränk) gegeben wird. Man trinkt diese Mischung und es soll danach der Durchfall vorbei sein. Anscheinend wußten die Maya schon, die 'Rache des Montezuma' zu besänftigen;-)
Von allen Früchten hat die Avocado den höchsten Gehalt an Protein. Das Fruchtfleisch hat enthält Vitamin A, B1, B2, C und E und Riboflavin.
Das Fruchtfleisch lindert bei übersäuertem Magen, Magengeschwüren und Menstruationsproblemen.
Das Majarezept gegen Durchfall verwendet man heute folgendermaßen:
den geraspelten Kern röstet man in einer Pfanne. Die Raspel werden dann mit getrockneten Breit- oder Spitzwegerichblättern (Plantago major, P. lanceolata) aufgekocht (1 Teelöffel/Tasse) und ist so gut zu trinken.
Ein Mixgetränk aus Apfelsinensaft und dem pürierten Avocadofleisch deckt nicht nur den Vitamin-C Bedarf des Tages, es schmeckt Außerdem gut und senkt den Harnsäurespiegel durch seinen immens hohen Folsäuregehalt. Das beugt Gicht vor.
"Sinado-Power"
Nehmen Sie hierzu den Saft von 4 Apfelsinen,
das Fruchtfleisch einer reifen Avocado,
im Mixer pürieren,
kalt servieren.
Den Avokadokern bringt man leicht zum Auskeimen. Man muß die harte Schale des Kerns allerdings leicht anritzen. Dann 2/3 in gut feuchte Erde stecken (Lichtkeimer), den Topf stets feucht und sehr warm halten. Das Bäumchen wächst schnell heran und in 2-3 Jahren kann man, wenn man Glück hat und 2-3 der Pflanzen pflegt sogar Früchte in der Wohnung ernten.

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